Das PECO-Institut als strategischer Impulsgeber auf der IG BAU-Auftaktveranstaltung 2026
Gemeinsam die Bauwirtschaft von morgen gestalten
Vom 28. bis 30. Januar 2026 fand in Würzburg die zentrale Auftaktveranstaltung der Abteilung Bauwirtschaft der IG BAU statt. Als strategischer Partner war das PECO-Institut intensiv in das Programm eingebunden.
Diese Veranstaltung gilt als eine der wichtigsten internen Zusammenkünfte innerhalb der IG BAU und brachte zentrale Akteurinnen und Akteure der Organisation zusammen. Neben dem Bundesvorstand und den Regionalleitern waren vor allem die Gewerkschaftssekretär*innen aller Regionen anwesend – also jene Kolleginnen und Kollegen, die den operativen Betrieb der Gewerkschaft tragen. In diesem fachkundigen Kreis brachte sich das PECO-Institut gemeinsam mit Vertretern der EVW, der SOKA-BAU und des Pestel-Instituts aktiv ein.
Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung standen die strategische und tarifpolitische Planung für die Jahre 2026 und 2027, die Konzernbetreuung (u. a. STRABAG, ZÜBLIN, Max Bögl und Vinci), die wirtschaftlichen Perspektiven der Bauwirtschaft sowie die Arbeit mit und für migrantische Beschäftigte. Ergänzt wurde das Programm durch eine Reihe thematischer Foren, die einen intensiven fachlichen Austausch ermöglichten.
Migration als strategische Schlüsselfrage
Bereits in seiner Eröffnungsrede unterstrich** Carsten Burckhardt** (Mitglied des Bundesvorstands der IG BAU) die hohe Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem PECO-Institut. Angesichts der Marktsituation bezeichnete er die Migration als Schlüsselfrage für die Zukunft der IG BAU. Ziel ist es, die Kooperation in gemeinsamen Projekten so weit wie möglich zu intensivieren.
Im Block zur strategischen Planung 2026/2027 wurden zudem die politischen Schwerpunkte, der Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie die kommenden Tarifrunden inklusive detaillierter Zeitpläne präsentiert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der wirtschaftlichen Betrachtung der Bauwirtschaft. Matthias Günther vom Pestel-Institut gab einen volkswirtschaftlichen Überblick zur Entwicklung der Branche und ging dabei insbesondere auf den sozialen Wohnungsbau ein. Dieser Programmpunkt bot wichtige analytische Grundlagen für die gewerkschaftliche und beratende Praxis.
Arbeit für migrantische Beschäftigte & Projekt QBAU
Ein wesentlicher Programmpunkt war der gemeinsame Fachbeitrag unseres Geschäftsführers Michael Baumgarten sowie von Ileana Pfingstraef-Borsos und Kateryna Danilow (EVW). Unter dem Titel „Bedeutung und Wichtigkeit in der Arbeit mit und für migrantische Beschäftigte“ beleuchteten sie die rechtlichen Grundlagen und den gesellschaftlichen Auftrag unserer Beratungsorganisationen.
Baumgarten legte dabei einen besonderen Fokus auf unser Projekt QBAU. Es bietet kostenlose Hilfe zur Selbsthilfe für migrantische Bauarbeiter und zeichnet sich durch seine enorme Flexibilität aus: Um die Bedarfe direkt vor Ort zu ermitteln, ist das Q BAU-Team dann im Einsatz, wenn die Arbeiter Zeit haben – oft nachts oder am Wochenende. Damit leistet das Projekt einen unverzichtbaren Beitrag zur sozialen Sicherheit und zur Aufklärung über Arbeitnehmerrechte auf dem Bau.
Ein Highlight des letzten Tages war der Workshop unserer Kollegin Ronja Endres zum Thema „Klimafreundliches Bauen“. Dabei wurde deutlich, dass klimagerechtes Bauen eine zentrale Voraussetzung ist, um die Baubranche – die für rund 40 % der globalen CO₂-Emissionen verantwortlich ist – zu dekarbonisieren, die Folgen von Extremwetterereignissen zu minimieren und den langfristigen Werterhalt von Immobilien zu sichern.
Eine starke Partnerschaft für die Zukunft
Die Präsenz des PECO-Instituts in Würzburg war ein wichtiges Signal für die zukünftige Zusammenarbeit. Wir konnten bestehende Kontakte vertiefen sowie neue Aktivitäten planen und haben deutlich gemacht, dass das PECO-Institut bei den brennenden Themen der Branche – von der Migration bis zum Klimaschutz – ein unverzichtbarer Partner an der Seite der IG BAU ist.
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